Arbeitstitel: Wie sag ich meiner Familie, dass es mir schlecht geht, ich aber trotzdem nicht zurückkommen mag? Wie sag ich, dass ich keine Verantwortung übernehmen kann …und dass ich kein Geld schicken werde, weil ich nichts habe?

“… und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er „ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen

Und damit nimmt für gewöhnlich das Unheil seinen Lauf.

Im Märchen hat die Aufrechterhaltung dieser Lüge einen hohen Preis. Das Kind, die Zukunft werden verkauft.

Was hat das mit dem Thema zu tun?

Viel

Es geht um Vorspiegelung falscher Tatsachen. Ich bin geflüchtet. Hab große Strapazen auf mich genommen, ja sogar mein Leben als Preis eingesetzt. Meine Familie denkt jede Minute an mich, vermisst mich.

Wo ich bin, gehts mir nicht gut. Ich bin abhängig vom Gemeinwohl, arbeite hart für wenig Geld. Es geht mir besser als davor – oder ich muss mir das zumindest immer wieder vorsagen, um damit die Enttäuschung zur Seite zu schieben- aber ich bin weit entfernt vom Erhofften.

Ich bleibe trotzdem

zerstreue vermeintlich aufkommende Zweifel mit Selfies neben makellosen Luxusschlitten vor hell erleuchteten Hochglanzgebäuden oder anderen Objekten der Begierde. „Schaut her. Ich bin angekommen, hab’s geschafft.“ Das ist meine Botschaft an die, die ich zurückgelassen habe und die ich so schmerzlich vermisse.

Ein Zurück ist undenkbar. Es ist eine Frage der Ehre. Ich habe mich auf diesen Pakt eingelassen und muss nun der Schein für die, die ich zurückgelassen habe, wahren, weil sonst der Einsatz – auch meiner Familie- als zu hoch und das Erreichte als zu mager entlarvt werden würde.

Es gibt kein Zurück

Und meine Menschen ziehen an mir . Ich soll Geld schicken, andere aus der Familie bei mir aufnehmen

..und ich wollte nur weg

Veröffentlicht von balancemoves

über mich schreibe ich bald mal was

Hinterlasse einen Kommentar